Meine Schwester lebt auf einem kleinen Bauernhof mit Hennen, ein paar Ziegen und anderem Kleinvieh. Klar, dass wo soviel Vieh aufeinander kommt, jede Menge Insekten unterwegs sind, die sie nie mit irgendwelchen Chemiekeulen vertreiben wollte.
Von Bekannten hörte ich von Kieselgur, die rein physikalisch wirkt: Fossile Kieselalgen binden die Fettschicht der Tiere. Die offenporigen Strukturen der Kieselalgen haben ein enormes Bindungsvermögen für Flüssigkeiten, Fette und Wachse. Alle Insekten und Milben haben eine dünne Wachsschicht als äußeren Schutz, die bei Kontakt mit fossilen Kieselalgen absorbiert wird. Nach Absorption der Wachsschicht trocknen die Tiere aus.
Das ist nicht schön aber äußerst wirkungsvoll und nicht schädlich für das Nutzvieh. Man streut einfach per Hand oder mit einer Stäubepumpe (Druckspritze) auf die Bedarfsflächen. Wie viel Kieselgur angebracht werden muss, hängt von der Materialbeschaffenheit der Bedarfsfläche ab - überdosiert werden kann es nicht. Fliegen, Insekten und deren Larven, Getreidekäfer, als auch die rote Vogelmilbe und Schädlinge in Hohlräumen werden zuverlässig bekämpft - völlig sorglos auch zum Beispiel in Kuh- oder Pferde ställen.
Man streut Kieselgur einfach auf Böden, Wände, Ecken und Hohlräume und lindert damit innerhalb kürzester Zeit den Insektenbefall. Einzige Sicherheitsvorkehrung: Es empfiehlt sich beim Ausstreuen einen Atemschutz und eine Schutzbrille zu tragen. Direkter Augen und Hautkontakt sollte vermieden werden.